Psychologie Aufnahmetest Erfahrungen Innsbruck

Liz hat den Psychologie Aufnahmetest in Innsbruck 2020 beim zweiten Anlauf bestanden. Die Erfahrungen beim Scheitern im ersten Versuch konnte Liz nutzen, die Vorbereitung für den zweiten Versuch strukturierter und prüfungsnäher zu gestalten. Die Unzufriedenheit in ihrem Alternativ Studiengang trieb Liz zudem an am Ball zu bleiben. Lese in ihrem Erfahrungsbericht, wieso sie beim ersten Versuch gescheitert ist, aus welchen Erfahrungen sie Schlüsse ziehen konnte, und was ihr dazu verholfen hat, den Psychologie Aufnahmetest beim zweiten mal erfolgreich zu bestehen.

Liz Erfahrung zum Psychologie Aufnahmetest in Innsbruck

Ein kurzer Ausschnitt aus dem Erfahrungsbericht

  • „Ich halte es für absolut empfehlenswert, nicht erst knapp vor dem Test anzureisen, wenn man es ermöglichen kann. Mir hat es sehr geholfen noch ein paar Tage Ablenkung zu bekommen und mich lediglich für etwa 1 Stunde am Tag von einer Freundin abfragen zu lassen.“

Ein Erfahrungsbericht von Liz

Das erste Mal für den Aufnahmetest Psychologie entschieden habe ich mich 2018. Nach dem Abitur 2017 wusste ich nicht so richtig was ich studieren möchte und das Psychologiestudium hatte ich mir, auf Grund des Numerus Clausus in Deutschland, aus dem Kopf geschlagen. Durch eine aus Innsbruck stammende Urlaubsbekanntschaft erfuhr ich dann durch Zufall von der Möglichkeit in Österreich NC-frei zu studieren. Da ich seit ich denken kann auf den Ski stehe und die Berge liebe, war Innsbruck sofort weit oben auf meiner Liste. Ich habe mich daraufhin eingehend mit dem Aufnahmeverfahren fürs Psychologiestudium in Österreich beschäftigt. Auf Grund von Lage und Größe der Stadt, sowie Erzählungen von bereits dort Lebenden Bekannten, entschied ich mich schlussendlich dazu, den Aufnahmetest in Innsbruck zu schreiben.

Scheitern beim ersten Versuch

Mit der Vorbereitung begonnen habe ich ca. 3 Monate vor dem Test, wobei ich hier zu Beginn viel Zeit darauf verwendete eine Zusammenfassung der Testliteratur (damals noch Gerrig und Zimbardo) zu erstellen. Anschließend habe ich diese Zusammenfassung immer und immer wieder durchgelesen, meinen Fokus also aufs Lernen durch Lesen gelegt. Durch viele lernfreie Tage lag mein Workload hier schätzungsweise bei durchschnittlich einer Stunde täglich. Zusätzlich habe ich mich mit dem Übungsbuch von Hanko auf den Teil zum Formalanalytischen Denken vorbereitet. Für das englische Leseverstehen verließ ich mich auf meine vorhandenen Englischkenntnisse. Mitte August habe ich dann einen Vorbereitungskurs bei einem Anbieter in Innsbruck vor Ort besucht. An dieser Stelle möchte ich vorwegnehmen, dass dieser absolut uneffektiv war. Die Materialien, die einem an die Hand gegeben wurden, waren zwar gut aufgearbeitet, vermittelten jedoch ein gänzlich falsches Bild davon, was einen beim Aufnahmetest erwartet. Es kam also der Aufnahmetest und mit ihm die Erkenntnis, dass meine Vorbereitung im Bereich des Fachwissens mehr als mangelhaft gewesen war. Kaum eine Frage konnte ich mit Sicherheit beantworten, weil mir die kleinen Details, auf die es ankam, fehlten. Auch die Übungsfragen des Vorbereitungskurses hatten mich darauf nicht vorbereitet. Mit dem Leseverstehen kam ich gut zurecht, weshalb ich dieses auch als erstes bearbeitete. Für das Formalanalytische Denken reichte mir am Ende die Zeit nicht mehr vollständig aus. Long story short, mein Ergebnis reichte nicht aus, um einen Studienplatz zu bekommen.

Alternativer Studiengang- Eine negative Erfahrung

Auf Grund der Terminfrist hatte ich mich bereits vor dem Test, um einen Plan B zu haben, in meiner Heimatstadt für den Studiengang Betriebswirtschaftslehre – Media Management und Werbepsychologie immatrikuliert. Nun versuchte ich also, mich damit abzufinden, dass der Traum vom Psychologiestudium endgültig geplatzt war und gefallen an meinem Studium zu finden. Die ersten 3 Semester waren zwar zäh und wirklich Spaß machte es mir nicht, aber ich hatte auch keine größeren Schwierigkeiten. Im 4. Semester kam dann jedoch die Erkenntnis, dass das Einzige an diesem Studiengang, was mich wirklich interessierte, der kleine Anteil psychologischer Inhalte war. Da dieser jedoch lediglich 10% des gesamten Studiums ausmachte, musste ich mir eingestehen, dass ich mich definitiv auf dem falschen Weg befand.

Meine Erfahrungen zum zweiten Antritt

So meldete ich mich 2 Jahre nach meinem ersten Versuch, 2020 erneut für den Aufnahmetest in Innsbruck an. Da ich mein Studium nicht abbrechen wollte, ohne den Aufnahmetest bestanden zu haben, stand ich nun vor der Aufgabe, parallel zu Klausuren und Hausarbeiten, die Vorbereitung für den Test in Angriff zu nehmen. Ich begann mit der Vorbereitung knappe 3 Monate im Voraus und erneut mit dem Zusammenfassen der Literatur. Schnell stellte sich die neue Literatur als wesentlich anspruchsvoller heraus. Durch Zufall wurde ich auf den Online-Vorbereitungskurs von Mymorize aufmerksam. Durch meine schlechte Erfahrung mit dem ersten Vorbereitungskurs war ich zunächst skeptisch, ließ mich dann jedoch von den Inhalten überzeugen. Die Zusammenfassungen der einzelnen Kapitel halfen mir beim Verständnis und dienten mir als Rückversicherung, Zusammenhänge in meiner eigenen Zusammenfassung richtig aufgeschlüsselt zu haben. Da ich jetzt bereits wusste, wie die Fragen im Aufnahmetest formuliert werden, war ich auch von den Übungsfragen bei Mymorize sehr angetan. Ich nutzte diese zur Überprüfung meines Lernstandes, während ich parallel die ersten Kapitel wiederholte und die Zusammenfassung der letzten Kapitel fertigstellte. Für die Vorbereitung auf das Formalanalytische Denken nutzte ich erneut unterstützend das Übungsbuch von Hanko, wobei ich hier vor allem den Statistikteil als hilfreich empfand. Die Übungen zur Wahrscheinlichkeitsrechnung hatten zwar durchaus ihre Berechtigung, gingen jedoch häufig weit über das hinaus, was im Aufnahmetest gefragt war. Allgemein ist hier zu sagen, dass der Fokus im Teil „Formalanalytisches Denken“ beim Aufnahmetest 2020 deutlich auf dem Lesen und der Auswertung von Statistiken und Diagrammen lag. Diesen Schwerpunkt greift der Kurs von Mymorize sehr gut auf. Auch hier sind die Übungsfragen sehr nah an denen des Tests und haben mir geholfen im Umgang mit Statistiken routinierter zu werden. Ca. 4 Wochen vor dem Test hatte ich meine Zusammenfassung zum Fachwissen fertiggestellt und konzentrierte mich darauf diese zu lernen. Ich schrieb mir einen Zeitplan, wann ich welches Kapitel wiederholen wollte, um die Reihenfolge zu randomisieren und nicht stur chronologisch durchzugehen. Zusätzlich notierte ich in diesem Plan meine Einschätzung, wie gut ich das jeweilige Kapitel bereits beherrschte und wie meine Fehlerquote bei den Übungsfragen von Mymorize war. Ich arbeitete die Kapitel dann einzeln durch, wobei ich mir in etwa je 2-3 Stunden für 10-20 Seiten Zusammenfassung nahm, Notizen machte und Zusammenhänge zwischen den Kapiteln herstellte. Mein Workload variierte hier, bedingt durch mein parallellaufendes Studium, zwischen 1 und 5 Stunden am Tag. 2 Wochen vor Prüfungstermin bearbeitete ich die erste Prüfungssimulation bei Mymorize. Auch hier machte ich mir im Anschluss Vermerke in meinem Zeitplan, wie sich meine Fehler auf die einzelnen Kapitel verteilten. Sie zeigten mir meine Lücken auf und ließen mich die letzten 2 Wochen bis zum Test präziser planen. Diese Zeit nutzte ich zur gezielten Vertiefung der Kapitel, mit denen ich noch größere Schwierigkeiten hatte und zur Einprägung der Details aus den Studien und Experimenten in der Literatur. Ca. eine Woche vor dem Testtermin bearbeitete ich die 2. Prüfungssimulation, 4 Tage vorher die 3. und letzte.

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Der Psychologie Aufnahmetest und der Tag davor

Die letzten Tage vor der Prüfung verbrachte ich mit meiner Mutter und 2 Freundinnen in Innsbruck. Ich halte es für absolut empfehlenswert, nicht erst knapp vor dem Test anzureisen, wenn man es ermöglichen kann. Mir hat es sehr geholfen noch ein paar Tage Ablenkung zu bekommen und mich lediglich für etwa 1 Stunde am Tag von einer Freundin abfragen zu lassen. Am letzten Tag vor dem Test habe ich mich darauf konzentriert Ruhe zu bewahren und das richtige Mindset zu finden. Da ich persönlich vor Prüfungen sehr nervös bin, habe ich mir am Morgen des Tests nicht zu viel Zeit genommen, um Gedankenkreisel zu verhindern. Ich begab mich 15 Minuten vor Einlass zum Ort der Prüfung und verbrachte die Zeit bis zum Testbeginn mit Atemübungen gegen meine Aufregung. Hier kann ich jedem empfehlen sein Bestes zu tun sich nicht von der Atmosphäre am Prüfungsort einschüchtern zu lassen und Ruhe zu bewahren. Meine Lernmaterialien hatte ich am Nachmittag zuvor endgültig zur Seite gelegt, last minute Lernsessions machen einen lediglich verrückt. Während des Tests kam ich schnell in einen Flow, was die Situation gänzlich von der des ersten Versuchs unterschied. Ich merkte, dass meine Vorbereitung effektiv gewesen war und ich viele Fragen schnell und souverän beantworten konnte. Meine Antworten notierte ich sofort auf dem Antwortbogen, um mir die Zeit des Übertragens zu sparen. Anders als beim ersten Versuch, hatte ich mich dieses Mal dazu entschieden den Test chronologisch durchzuarbeiten. Nichtsdestotrotz halte ich es nicht für grundsätzlich falsch, mit dem Teil zum Formalanalytischen Denken oder dem englischen Leseverstehen anzufangen, wenn man sich in diesen Bereichen sicherer fühlt. Allgemein denke ich, dass es lohnend sein kann, sich darauf zu konzentrieren, aus diesen beiden Teilen das Maximum rauszuholen, wenn man aus unterschiedlichsten Gründen keine Zeit hatte sich optimal mit der Literatur auseinanderzusetzen. Das Fachwissen sollte jedoch auf keinen Fall vernachlässigt oder auf die leichte Schulter genommen werden. Nach dem Test war ich primär erleichtert es endlich hinter mich gebracht zu haben, hatte jedoch auch ein gutes Gefühl was mein Ergebnis anbelangte. Dieses Gefühl bestätigte sich, als ich nach 2 Wochen die Bestätigung bekam, einen Studienplatz erhalten zu haben.

Meine Ratschläge für euch

Rückblickend kann ich auf jeden Fall sagen, dass der Aufnahmetest Psychologie machbar ist, wenn man es wirklich will. Mich hat die Perspektive ein Studium fortzusetzen, welches mir keinen Spaß machte, so sehr angetrieben, dass ich auch in Momenten, in denen ich dachte, jegliche Konzentration verloren zu haben, weiter dranblieb. Trotz alldem war die Vorbereitungszeit manchmal zäh und nervenaufreibend.

Alles in allem würde ich meine Vorbereitung als relativ effizient einschätzen. Denjenigen, die viel Zeit zur Verfügung haben, würde ich jedoch empfehlen, nicht ausschließlich mit dem Buch oder der Zusammenfassung zu lernen, sondern die Inhalte zusätzlich auf Karteikarten zu übertragen. Vor allem Computerprogramme, die in diesem Bereich zur Verfügung stehen, erleichtern einem das nachhaltige und effiziente Einprägen.

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4.4
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