Dein Warenkorb ist gerade leer!
Hannahs Erfahrung zum Psychologie Aufnahmetest in Wien
Hannah (22) hat den Psychologie Aufnahmetest an der Universität Wien geschrieben und erfolgreich bestanden. Obwohl Sie nie die Überfliegerin in der Schule war, konnte Sie sich mit einer guten Vorbereitung den Traum vom Psychologie Studium verwirklichen. In diesem Artikel gibt dir Hannah einen interessanten Einblick in die Erfahrungen, die sie während der Vorbereitung gemacht hat. Ebenfalls darfst Du Dich über ein paar wertvolle Tipps von Hannah zum Schluss freuen.
Meine Ratschläge für euch
- Macht euch nicht zu viel Stress oder setzt euch unter mentalem Druck! Wenn ihr gelernt habt und Lust auf das Studium habt, werdet ihr da gut durchkommen.
- Die Prüfungssituation selbst ist bei weitem nicht so angespannt, wie ich sie mir vorgestellt habe. Es sind viel zu viele Menschen, man fühlt sich nur als eine*r von Vielen und das war in dem Moment (zumindest für mich) ziemlich hilfreich.
- Reist ein paar Tage früher an. Schaut euch die Stadt an, geht vielleicht schon mal zum Ort der Prüfung, um zu wissen, wie man am schnellsten hinkommt. Das nimmt schon mal unnötige Aufregung am Tag der Prüfung.
- Macht kurz vor der Prüfung nicht mehr so viel! Euer Gehirn brauch ja auch Zeit um das gelernte Wissen zu konsolidieren (um gleich mal in der psychologischen Fachsprache zu bleiben).Pausen sind auch echt wichtig! Also einfach nicht zu viel Druck!
Mein Weg zum Psychologie Studium in Wien
Schon seit der 5. Klasse und meinem Wahlpflichtfach „Pädagogik und Psychologie“ habe ich mich für psychische Prozesse und menschliches Erleben und Verhalten interessiert. Die Begeisterung nahm immer mehr zu. Trotzdem war ich nie eine super gute Schülerin und hatte nur Einsen im Zeugnis. So verdrängte ich schnell meinen eigentlichen Wunsch Psychologie zu studieren und versuchte mir einzureden, dass andere Studiengänge, die für mich eher erreichbarere waren, besser zu mir passen würden.
So zog ich nach Berlin und begann Biologie zu studieren. Schnell fand ich heraus, dass eine reine Naturwissenschaft nicht so „mein Ding“ ist – viel zu viel Mathe, Physik und Chemie durchzogen meinen Studienverlaufsplan.
Nachdem ich merkte, dass ich weder Interesse für meine Vorlesungen und noch weniger Verständnis für Zahlen im Kontext der Biologie aufbringen konnte, wusste ich, dass ich mich nochmal neuorientieren muss.
Ein Psychologiestudium war immer unerreichbar für mich. Ich kannte nur die „Überfliegerleute“ aus meiner Klasse, die alle nur so um die nächsten 15 Punkte rangen. Da zählte ich auf jeden Fall nicht dazu. Trotzdem fing ich an zu recherchieren und fasste, wahrscheinlich auch aufgrund des Lockdowns (und der damit einhergehenden vielen freien Zeit) und einer kleinen Existenzkrise, den Entschluss es doch in Österreich, genauer gesagt in Wien, zu probieren.
Ich beschaffte mir zunächst das erforderliche Psychologiebuch und begann interessiert zu lesen. Schnell fiel mir auf, wie spannend ich die Inhalte fand. Trotzdem war es natürlich super viel Stoff. Nach meiner eigenen Zusammenfassung hatte ich immer noch knapp 50 DIN A4 Seiten. Von Mathe und Englisch ganz zu schweigen.
Ich begann mich etwas in Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnungen zu vertiefen und orientierte mich dabei einfach an meinem damaligen Schulstoff. Nach dem relativ unverbindlichen Lesen des Buches, stieg langsam die Motivation in mir. Irgendwann fiel mir auf, dass ich schon mittendrin im Lernen war. Ich hatte mir mein Ziel für die nächsten Monate gesetzt.
Der Test war Ende August. Ich habe ungefähr im Mai mit dem Lernen begonnen. Mein Fokus lag eindeutig auf dem Buch. Den englischen und mathematischen Teil blendete ich eher aus. Das hätte ich im Nachhinein wahrscheinlich anders gemacht, da die Varianz in den Ergebnissen beim Fachteil oftmals relativ gering ist, die Varianz in den beiden anderen Teilen jedoch ziemlich hoch. Das bedeutet, dass gerade diese Testteile zwischen Studienplatzzusage und Absage entscheiden können.
Im Buch half es mir sehr, mein gelerntes Wissen mit Youtube Videos oder Studien zu erweitern und zu intensivieren. Auch sind Lerngruppen sehr hilfreich. Ich habe damals auf Facebook eine Gruppe ausschließlich für Leute, die zum Aufnahmetest Psychologie antreten wollen gefunden. Hier waren alle hoch motiviert Lerngruppen zu bilden.
Verpasse keine Neuigkeiten zum Aufnahmetest
Mymorize Newsletter

Erfahrungen zur Vorbereitung auf den Psychologie Aufnahmetest
Im Juni und Juli habe ich mich ziemlich intensiv auf den Test vorbereitet. Ich habe viel gelesen, ab und zu auch gerechnet, oder mit Freund*innen oder Verwandten über die Inhalte diskutiert. Irgendwann hatte ich das dringende Bedürfnis, mein Wissensstand nicht nur mit Karteikarten zu überprüfen. Das Multiple Choice Format war mir bis dahin noch total fremd. Immer öfter las ich im Internet, dass man diese Art von Fragestellung auch trainieren könne.
Es geht hier viel mehr um Wiedererkennen als um die tatsächliche Reproduktion. Frustriert von dieser Erkenntnis, versuchte ich mir selbst Fragen und Antworten zu überlegen – jedoch mit wenig Erfolg.
Irgendwann stieß ich durch Zufall auf die mymorize Teststimulationen im Internet. Begeistert davon, endlich so „richtig“ mein Wissen überprüfen zu können, buchte ich die Teststimulation. Das Feedback danach half mir ungemein, einen Überblick über meinen Leistungsstand zu bekommen. Auch konnte ich danach sowohl den Mathe- als auch den Englischteil niveautechnisch ziemlich gut einschätzen.
Im August entschied ich mich, kaum noch zu lernen und nur ab und zu meine Zusammenfassung durchzulesen. Kurz vor dem Test machte ich nochmal eine zweite mymorize Simulation. Diesmal sogar mit mehr Erfolg als bei der ersten Simulation. Mir brachte diese Simulation ziemlich viel für mein erstes Verständnis von Multiple Choice und ließ mich wesentlich entspannter in die Prüfung gehen.

Deine Vorbereitung auf den Psychologie Aufnahmetest
Bereite Dich auf alle Teile des Aufnahmetests vor
Tag der Prüfung
Ende August war es dann soweit. Irgendwie war ich dann doch ziemlich aufgeregt. Bereits zwei Tage vor dem Test fuhr ich mit meinem Freund nach Wien. Wir buchten ein Airbnb – das fand ich ziemlich angenehm, da man dort einfach eher seine Ruhe hat als in einem großen Mehrbett-Hostelzimmer.
Am Tag des Tests verflog die Zeit wie im Flug. Schnell stellte ich fest, dass ich einfach nur eine von Vielen war. Irgendwie nahm mir das die Aufregung. Alle Leute und Koordinator*innen waren ziemlich nett. Es war alles gut organisiert, alles wurde drei oder viermal erklärt – macht euch also keine Sorgen, am Ende weiß man dann auch definitiv, wie man den Antwortbogen auszufüllen hat!
Da ich mich sehr intensiv auf den Teil 1 (also die Fragen zum Buch) vorbereitet hatte, fiel mir dieser ziemlich leicht. Ich würde nicht sagen, dass die Aufgaben super anspruchsvoll waren. Es gab kleine Transferaufgaben. Hier und da war in den Fragen vielleicht mal eine kleine „Falle“ eingebaut, trotzdem war alles in einem sehr humanen und machbaren Bereich.
Für mich war tatsächlich der zeitliche Aspekt etwas problematisch. Man muss dazu jedoch auch sagen, dass ich schon immer große Zeitprobleme in der Schule hatte. So konnte ich Teil 3 (Englisch) nicht ganz beenden, was mich ziemlich ärgerte, weil der Text und die Fragen mir eigentlich ziemlich machbar erschienen.
Als der Test vorbei war, fiel mir ein großer Stein vom Herzen. Trotzdem konnte ich überhaupt nicht einschätzen, wie ich abgeschnitten hatte. Ich fuhr direkt danach weiter nach Italien mit Freund*innen und versuchte so wenig wie möglich über meine Leistung im Test nachzudenken. Mitte September bekam ich dann plötzlich eine Mail mit der Zulassung zum Psychologiestudium. Ich freute mich sehr.
Mein Studium in Wien
Bisher bin ich sehr zufrieden mit meinem Studium. Ich finde die Inhalte ziemlich spannend und informativ und habe schon sehr viele nette Leute kennengelernt. Aufgrund der Corona Pandemie bleibt es uns bisher leider verwehrt, die Vorlesungen in Präsenz zu erleben.
Das ist schade, aber natürlich absolut richtig und notwendig. Ich freue mich sehr darauf, die Mensen, Hörsäle und Kommiliton*innen irgendwann wieder so richtig zu erleben. Hoffentlich ist es im Oktober soweit.
Ich wünsche euch alles Gute und drücke Euch die Daumen für den Sommer!
Du möchtest auch einen Erfahrungsbericht verfassen?
Publiziere deinen Erfahrungsbericht bei mymorize und lass andere von Deinen Erfahrungen profitieren