Antonias Erfahrung zum Psychologie Aufnahmetest in Wien

Antonia konnte den Psychologie Aufnahmetest in Wien bei ihrem Erstantritt erfolgreich bestehen. In diesem Bericht teilt sie ihre Erfahrungen zur Vorbereitung, hat hierfür sehr konkrete Ratschläge und teilt auch sehr interessante Gedanken zur Zielsetzung und Fokussierung.

Psychologie Aufnahmetest Erfahrungen Wien Antiona mymorize
Antonia studiert jetzt im 1. Semester Psychologie an der Universität Wien

Wissenswertes über Antonia

Name: Antonia P.

Alter: 21

Aufnahmetestort: Wien

Weshalb ich Psychologie studiere: Mich haben schon immer die Beweggründe und Motive hinter unseren Entscheidungen interessiert. Wieso Personen in (scheinbar) gleichen Situationen unterschiedlich regieren/ handeln und welche Prognosen daraus abgeleitet werden können, um künftig frühzeitige Interventionen einzuleiten, die bestenfalls zu mehr Gesundheit von Körper, Geist und Seele führen.

Das mache ich gerne in meiner Freizeit: Ich verbringe meine freie Zeit gerne und viel draußen, meistens sieht man mich, wie ich mit meinem Rennrad oder Skateboard durch die Stadt düse. Bei gutem Wetter gehe ich gerne mit Freunden in den Park oder an die Donau und wenn das Wetter mal nicht mitspielt probiere ich am liebsten ein neues Rezept in der Küche aus oder klimpere ein bisschen auf meiner Ukulele herum.

Mein Ratschlag an Euch für den Aufnahmetest:

Haltet euch immer wieder euer „Warum“ vor Augen, wieso möchtet ihr den Aufnahmetest bestehen? Unser Gehirn ist nicht nicht besonders gut darin nach langfristigen Zielen zu streben, sondern sucht eher nach kurzfristigen Belohnungen, was uns auch zu den Meistern der Prokrastination macht. Je klarer euch also euer Motiv hinter eurem Ziel ist, umso einfacher wird es euch fallen den Fokus darauf zu legen und langfristig eure Energie und Zeit dorthin fließen zu lassen. Mir hat das sehr geholfen um immer wieder erneute Motivation zu finden und mich an den Schreibtisch zu setzen und zu lernen.

Mein Interesse an der Psychologie und der Weg zum Aufnahmetest

Als jüngste von 6 Geschwistern in einer Großfamilie, aufzuwachsen hatte einen großen Einfluss auf mein Interesse für die Bereiche Selbstentwicklung und Psychologie. Mich hat es schon immer interessiert wie es sein kann, dass meine Geschwister und ich uns zwar in manchen Bereichen ähneln aber in vielen Punkten eben klare Unterschiede aufweisen, obwohl wir doch alle die „gleiche“ Erziehung genossen haben. Mit zunehmendem Alter wusste ich immer deutlicher, dass ich später einmal Psychologie studieren möchte. Umso frustrierter war ich als ich feststellen musste, dass sich mein Abischnitt nicht mit dem vorgegebenen NC der deutschen Unis deckt. Gerade als ich begann mich mit meinem Schicksal abzufinden und nach alternativen Studiengängen Ausschau hielt, erzählte mir eine Freundin, dass sie sich für den Aufnahmetest in Österreich angemeldet hat. Das war das erste mal, dass ich davon hörte und für mich war klar, dass ich diesen Weg auch gehen möchte und ich meldete mich für den Aufnahmetest im daraufolgenden Jahr 2021 in Wien an.

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Meine Vorbereitung auf den Psychologie Aufnahmetest

Ich setzte mich ziemlich früh mit den Vorbereitungen für den Test auseinander, da ich zum Einen eingeschüchtert von der hohen Bewerberzahl war und zum anderen nicht die besten Lern- und Prüfungserfahrungen aus meiner Schulzeit mitgenommen hatte. Ich wusste dass ich mir eine neue Lernstrategie aneignen muss, wenn ich den Test bestehen möchte, da mich meine bisherige Lernmethode: Durchlesen und Markieren, in der Schule nicht weit gebracht hat. Also begann ich ab Februar zu recherchieren was es für unterschiedlichen Strategien gibt und traf u.a. auf die Pomodoro Technik. Ziel der Methode ist es die Lerninhalte in 4 Zeitintervalle von je 25 Minuten einzuteilen, in denen fokussiert gearbeitet wird. Zwischen den Einheiten legt man eine Pause von jeweils 5 min ein. Nach dem letzten Intervall ist Zeit für eine größere Pause von ca. 20-30 Minuten, danach kann der nächste Pomodorozyklus begonnen werden. Somit kommt man auf eine Gesamtzeit von 2h 25min, in denen man 100min. fokussiert gearbeitet hat und 45 min. Pause hatte. Mir half die Methode sehr gut dabei meine Konzentration zu stärken und ein ausgewogenes Verhältnis von Lernzeit und Pausen herzustellen ohne dabei zu übermüden. Bei YouTube findet man viele angeleitete Pomodorotimer, welche die einzelnen Arbeits- und Pausenintervalle vorgeben. Im März begann ich mich auf den umfangreichsten Teil des Testes, das Fachwissen, vorzubereiten. Ich fing an die ersten Kapitel des Lehrbuches durchzusehen. Da das Lehrbuch meiner Meinung ziemlich trocken und fachlich formuliert ist, war ich sehr froh, als ich Simon Eckerts Videos im Internet fand, in denen er jedes Kapitel durchgeht und leicht verständlich zusammenfasst. Das war mir eine riesen Hilfe um einen ersten Überblick zu jedem Kapitels zu bekommen und anschließend selbst, die für mich wichtigsten Informationen, herauszuschreiben. Bei meinen Zusammenfassungen versuchte ich nicht nur das Durchgelesene zu markieren und es dann im selben Wortlaut zu kürzen, sondern Fragen an den Inhalt zu stellen, die ich dann möglichst mit eigenen Worten beantwortete. Außerdem nutzte ich die Plattform Quizlet um Karteikarten zu erstellen und diese anschließend zu lernen. Pro Monat fasste ich ca. 2 Kapitel zusammen und begann ab Ende Mai/ Anfang Juni diese auswendig zu lernen. Dabei wendete ich die „spaced repetition“ Methode an. Ich wiederholte also die gelernten Inhalte in immer größer werdenden Abständen zueinander. Wenn ich bspw. ein Unterkapitel an Tag eins gelernt hatte, ging ich meine Karteikarten am nächsten Tag nochmal durch, dann nach 3 Tagen, nach einer Woche und anschließend wiederholte ich es (wenn die Zeit es zugelassen hat) ein Monat später ein letztes mal.

In der Zwischenzeit hatten die Inhalte die Möglichkeit sich zu festigen und langfristig abgespeichert zu werden. Das ist eine sehr hilfreiche Methode um das klassische „Bulimie-Lernen“ zu verhindern. Am besten erstellt man sich dafür einen großen Übersichtsplan, in dem man einträgt wann welche Kapitel wiederholt werden, um nicht den Überblick zu verlieren. Tatsächlich speicherten sich die Inhalte dadurch so gut ab, dass ich sie in der letzten Woche vor dem Aufnahmetest nur noch oberfächlich wiederholen musste. Ab Juli begann ich mich für den formal-analytischen Teil vorzubereiten, wobei mir die Plattform Mymorize eine große Hilfe war. Ich nutzte sie vor allem um die bereitgestellten Methodik-Übungen zu machen. Die Aufgaben waren sehr testnah und eine gute Vorbereitung für den 2. Teil der Prüfung. Gegen Ende Juli und Anfang August war ich mit allen Kapiteln des Maderthaners, sowie dem Skript durch und habe mich ausschließlich auf die Inhalte konzentriert, die stärkeren Wiederholungsbedarf verlangten. Ich begann außerdem, Altfragen auf der Plattform Act-Act-Act durchzugehen und bestellte mir Prüfungssimulationen von Haghiri, Hanko und Josef Eckert, um mich auf die Prüfungssituation vorzubereiten. Ich persönlich habe die Übungen aus dem Buch von Sina Haghiri als nicht besonders Testnah empfunden habe. Sie sind eine gute Möglichkeit um den Lernstoff zu Beginn grob durchzugehen, aber ähneln dem Aufnahmetest nicht im Schwierigkeitsgrad, da dieser deutlich anspruchsvoller ist. Meine klare Empfehlung geht hier an Josef Eckerts Prüfungssimulation. Vom Fachwissens- bis zum Englischteil, ist sowohl das Niveau, die Aufgabenstellung als auch die optische Aufmachung der Simulation dem Aufnahmetest sehr ähnlich und meiner Meinung nach die perfekte Vorbereitung um eine realistische Einschätzung zu bekommen wie der Aufnahmetest aufgebaut ist. Die geringste Vorbereitung investierte ich in den Englischteil. Ich las einige englische Fachartikel, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen und übte ein, zwei Leseverständnisse dazu. Am besten schaut ihr eure Lieblingsserien und Filme in diesem Zeitraum nur noch auf englisch, um euer Gehirn an die Sprache zu gewöhnen 🙂

Aufnahmetest Vorbereitung mit mymorize

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Ab Juli begann ich mich für den formal-analytischen Teil vorzubereiten, wobei mir die Plattform Mymorize eine große Hilfe war. Ich nutzte sie vor allem um die bereitgestellten Methodik-Übungen zu machen. Die Aufgaben waren sehr testnah und eine gute Vorbereitung für den 2. Teil der Prüfung.”Antonia nutzte mymorize zur Vorbereitung auf den Formal-analytischen Teil des Aufnahmetests


Der Tag des Aufnahmetests

Der Tag des Aufnahmetests rückte schließlich immer näher und ich buchte mir mit zwei Freundinnen ein Air BnB fußläufg zum Messegelände, um am nächsten Tag, unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln, pünktlich vor Ort sein zu können. Wir reisten einen Tag vorher an und ich ging während der Fahrt ein letztes mal die wichtigsten Inhalte durch. Für den Tag der Aufnahmeprüfung kaufte ich mir Verpflegung, bestehend aus Obst, Nüssen, einem Smoothie, Traubenzucker und Wasser um über den Test hinweg gut versorgt zu sein. Am Morgen der Prüfung fand ich mich ca. 15 min. vor Beginn in meinem Sektor ein und nutzte verschiedene Entspannungstechniken um meine Nervosität zu lindern. Als ich die erster Seite des Tests aufgeschlagen hatte, wandelte sich glücklicherweise meine Anspannung in Konzentration um und ich bearbeitete als erstes den Fachwissensteil auf den ich mich am besten und intensivsten vorbereitet hatte. Meine Antworten notierte ich direkt auf dem Antwortbogen um Zeit zu sparen. Als nächstes sprang ich zum englischen Teil. Da ich durch den ersten Teil ziemlich schnell durchgekommen war, hatte ich hier etwas mehr Zeit zur Verfügung um mich intensiv mit dem Text und den Fragen auseinanderzusetzen. Dieser Teil ist zwar meiner Meinung nach an sich nicht besonders schwer, da man mit grundlegenden Englischkenntnissen keine Verständnisprobleme haben sollte, aber die Krux ist hier zwischen dem englischen Text und den deutschen Fragen, welche sich in keiner chronologischen Reihenfolge befinden, hin-und her zu wechseln. Hier hilft genaues Lesen und am besten markiert ihr euch beim ersten Durchgehen bereits welche Textstellen mit den einzelnen Fragen verknüpft sind. Zum Schluss nutzte ich die restliche Zeit um den Methodikteil zu bearbeiten. Diesen hob ich mir bis zum Ende auf, da ich bereits ahnte, dass ich dort am schlechtesten abschneiden würde und ich mich lieber auf meine Stärken (Fachwissen, Textverständnis) konzentrieren wollte. Meine Strategie war es meine Stärken weiter zu stärken, um so meine Schwäche (Methodik) ausgleichen zu können. Als der Test vorbei war, überkam mich eine Welle der Erleichterung und bereits ein zuversichtliches Gefühl, gut abgeschnitten zu haben. Mein Gefühl bestätigte sich schließlich 2 Wochen später als ich die Nachricht erhielt, dass ich bestanden hatte und mein Glück kaum fassen konnte.

Abschließende Worte

Abschließend kann ich sagen, dass der Aufnahmetest mit der richtigen Vorbereitung, die vor allem eine intensive Auseinandersetzung mit dem Fachwissens bedarf, zu bestehen ist. Lass dich nicht von der hohen Bewerberzahl einschüchtern, da häufig unterschätzt wird, wie viele tatsächlich A) letztendlich garnicht zum Test antreten und B) unvorbereitet teilnehmen. Viele melden sich nur für den Test an um eine grobe Einschätzung über den Ablauf und Aufbau zu bekommen und anschließend erst im darauffolgenden Jahr, tatsächlich teilzunehmen. Außerdem hat es mir geholfen mein Warum hinter meinem Ziel zu hinterfragen, um wirklich langfristig darauf hinzuarbeiten und auf kurzfristige Befriedigungen verzichten zu können. Wenn dir also klar ist wieso du den Test bestehen möchtest, fällt es dir auch leichter deine Zeit dafür zu nutzen, dich ausreichend vorbereiten. Nichtsdestotrotz dürfen Pausen natürlich nicht zu kurz kommen. Deswegen würde ich genug Zeit für Erholung und Ablenkung in deinen Lernalltag integrieren um Überanstrengung zu verhindern. Vor allem am Tag vor der Prüfung würde ich nur noch das nötigste durchgehen um alle Kraftreserven für die Aufnahmeprüfung zu sparen. Ich habe mich wirklich lange und intensiv auf den Aufnahmetest vorbereitet. Das würde ich rückblickend, nicht in diesem Maße wiederholen. Ich habe mir zu wenig Pausen gegönnt und mich einem ziemlichen Druck ausgesetzt, der im Nachhinein nicht gerechtfertigt war. Es reicht vollkommen aus, wenn du im Mai/Juni mit den Vorbereitungen startest und dich mit den Inhalten auseinandersetzt. Dennoch würde ich dir empfehlen, lieber früher zu starten und genug Zeit für die Erstellung einer eigenen Zusammenfassungen zu haben, anstatt später auf fremde Karteikarten zurückgreifen zu müssen, da bereits beim Zusammenfassen die meisten Lerninhalten hängenbleiben.

Ich wünsche allen diesjährigen TeilnehmerInnen ausreichend Kraft bei der Vorbereitung und viel Erfolg für den Aufnahmetest.

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edgard@mymorize.com

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